Frei Lesen: Der Archipel in Flammen

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Jules Verne

Der Archipel in Flammen

Elftes Kapitel.

eingestellt: 28.7.2007



Acht Tage nach dem Seekampf bei Thasos kreuzte die »Syphanta«, nachdem sie von la Cavale bis Orfana alle Buchten der ottomanischen Küste abgesucht hatte, den Golf von Contessa, fuhr vom Kap Deprano bis zum Kap Paliuri an den Einfahrten zum Golf von Monte-Santo und zum Golf von Cassandra. Endlich, am 15. April, kamen ihr die Gipfel des Berges Athos aus Sicht, dessen höchste Spitze bis zu 2000 Meter über dem Meeresspiegel aufragt.

Kein verdächtiges Schiff wurde während dieser ganzen Fahrt bemerkt. Mehrmals kamen türkische Geschwader in Sicht; da die »Syphanta« aber unter korsiotischer Flagge fuhr, meinte sie, sich mit Schiffen nicht in Verbindung setzen zu sollen, denen ihr Kommandant lieber ein paar Kugeln in die Wanten gejagt als sein Kompliment durch Hutschwenken gemacht hätte.

Unter diesen Verhältnissen, am 26. April, erhielt Henry dAlbaret Kunde von einem Ereignis von hoher Wichtigkeit. Die verbündeten Mächte hatten beschlossen, jeden Sukkurs, der auf dem Seewege zu Ibrahims Truppen stoßen solle, aufzufangen. Außerdem erklärte Rußland an die Türkei offiziell den Krieg. Die Lage Griechenlands besserte sich also andauernd; ganz ohne Zweifel war ihm, wenn auch noch einige Zeit darüber hinginge, die Unabhängigkeit sicher.

Am 30. April war die Korvette bis zu den äußersten Grenzen des Golfs von Saloniki vorgedrungen, dem äußersten Punkte, den sie während dieser Kreuzfahrt im Nordwesten des Archipels erreichen sollte. Hier bekam sie noch Gelegenheit, Jagd auf ein paar Schebecken, Senalen und Polakren zu machen, die sich durch Flucht auf den Strand vor ihr retten konnten. Ging auch die Mannschaft dieser Fahrzeuge nicht bis auf den letzten Mann zu Grunde, so wurden doch wenigstens die Schiffe außer Fahrt gesetzt.

Die »Syphanta« schlug nun die Richtung nach Südosten ein, um die Südküste des Golfs von Saloniki abzusuchen. Aber wahrscheinlich war dort rechtzeitig Alarm geschlagen worden, denn kein einziger Korsar kam in Sicht. Da trug sich ein seltsames, schier unerklärliches Vorkommnis an Bord der Korvette zu.

Am 10. Mai sah Kommandant dAlbaret, als er in das Mannschaftsquartier trat, das sich unter dem ganzen Hinterdeck erstreckte, auf dem Tisch einen Brief liegen. Er nahm ihn, trat an die Hängelampe, die sich an der Decke schaukelte, und las die Aufschrift. Dieselbe lautete:

»An den Kapitän Henry dAlbaret, Kommandant der Korvette »Syphanta«. Auf See.«

Henry dAlbaret meinte diese Handschrift zu kennen: sie ähnelte nämlich derjenigen des in Scio an ihn gelangten Schreibens, durch das ihm Nachricht gegeben worden war, daß an Bord der Korvette eine Stelle im Offizierkorps zu besetzen sei. Der Inhalt dieses unter so eigentümlichen Umständen, unter Umgehung der Post, an ihn gelangten Briefes lautete wie folgt:

»Wenn Kommandant dAlbaret seine Fahrt durch den »Archipel so einrichten würde, daß er in der ersten Septemberwoche vor der Insel Scarpanto kreuzte, würde er im »Interesse aller ihm Unterstellten und zum Besten der ihm »anvertrauten Interessen handeln.«

Kein Datum und keine Unterschrift, ganz wie bei dem in Scio an ihn gelangten Briefe. Als Henry nun beide Handschriften miteinander verglich, konnte er sich vergewissern, daß beide von der gleichen Hand herrührten.

Wie war das zu erklären? Den ersten Brief hatte er durch die Post erhalten. Aber diesen Brief konnte nur jemand an Bord auf die Mannschaftstafel gelegt haben! Entweder mußte ihn dieser Jemand also seit Anbeginn der Fahrt in seinem Besitze gehabt haben, oder er war ihm an einem der Plätze, wo die »Syphanta« zuletzt vor Anker gelegen, eingehändigt worden. Ferner: vor einer Stunde, als der Kapitän durch das Quartier gegangen war, um seine Anordnung für die Nacht auf dem Deck zu treffen, hatte der Brief noch nicht dort gelegen, war also seit knapp einer Stunde erst dorthin gelegt worden.

Henry dAlbaret klingelte.

Ein Bootsmann erschien.

»Wer ist hier gewesen, so lange ich auf Deck war?« fragte Henry dAlbaret.

»Niemand, Kommandant,« versetzte der Bootsmann.

»Niemand? ... Aber es hat doch niemand hereingelangen können, ohne daß du ihn gesehen hättest?«

»Niemand, Kommandant! denn ich bin keinen Augenblick von der Tür gewichen.«

»Es ist gut!«

Der Bootsmann griff an die Mütze und verschwand.

»Daß ein Mann von Bord durch die Tür hätte hereinkommen können, ohne gesehen worden zu sein, erscheint mir selber tatsächlich nicht möglich. Aber kann nicht jemand bei sinkendem Tage bis zur äußeren Galerie gerutscht und zu einem Fenster des Quartierraums eingestiegen sein?«

Henry dAlbaret untersuchte die Luken, die nach dem Spiegel der Korvette zu lagen. Aber dort sowohl wie in seiner Kabine waren die Fenster von innen geschlossen. Es war also ganz ausgeschlossen, daß jemand von draußen zu einem Fenster hinein hätte gelangen können.

Im großen und ganzen war die Sache nicht danach beschaffen, Beunruhigung zu wecken, höchstens Ueberraschung, vielleicht auch jene Empfindung ungestillter Neugierde, die man einem schwer erklärlichen Vorgang gegenüber bekommt. Soviel stand zum wenigsten fest, daß der anonyme Brief in seine Hände gespielt worden war und daß er an keinen andern als an den Kommandanten der »Syphanta« hatte gelangen sollen.

Nach einiger Ueberlegung kam Henry dAlbaret zu dem Schlusse, daß es am klügsten sei, von der Sache niemand, auch nicht seinem zweiten Offizier, etwas zu sagen. Was hätte das nützen sollen? Zu erkennen gegeben hätte sich der geheimnisvolle Briefschreiber, gleichviel wer es war, doch ganz gewiß nicht!

Und wie sollte er sich nun zu dem Inhalt des Briefes stellen? sollte er ihm gemäß handeln?

»Gewiß!« sprach er bei sich; »der erste Brief, den ich in Scio bekam, hat mich nicht irre geführt, als er mich an Bord der »Syphanta« rief. Warum sollte mich der zweite irre führen wollen, wenn er mich Mitte September nach Scarpanto ruft? Wenn er es tut, so ganz gewiß nur zum Nutzen der mir anvertrauten Mission! Gewiß! ich ändere den Plan, den ich für meine Kreuzfahrten aufgestellt hatte, und werde zur angegebenen Zeit vor Scarpanto kreuzen!«

Henry dAlbaret verwahrte den Brief sorgfältig, der ihm diese neuen Weisungen erteilte, setzte sich vor seine Seekarte und legte sich einen neuen Fahrplan zurecht, der die vier Monate bis Ende August ausfüllte.

Die Insel Scarpanto liegt im Südwesten, am andern Ende des Archipels, nämlich etwa hundert Meilen in grader Fahrtlinie entfernt. An Zeit, die verschiedenen Küsten von Morea, wo es den Seeräubern leicht war, Unterschlupf zu finden, desgleichen die ganze, von der Mündung des Golfs von Aegina bis zur Insel Kreta reichende Cykladengruppe abzusuchen, würde es der Korvette nicht fehlen.

Im großen und ganzen bedingte die Rücksicht auf sein rechtzeitiges Eintreffen vor Scarpanto keine erhebliche Aenderung des vom Kommandanten bereits festgelegten Fahrplans, und am 20. Mai sichtete die »Syphanta«, nachdem sie die Eilande Pelerissa, Peperi, Sarakino und Skantxura im Norden von Negroponte beobachtet, die Insel Skyros, die bedeutendste der neun Inseln, die jene Gruppe bilden, die im Altertum als Heimat der neun Musen zu gelten pflegte. In ihrem sicheren, großen Hafen mit gutem Untergrunde, Sankt Georgias, fiel es der »Syphanta« leicht, Proviant und Munition einzunehmen. Hierauf wurde die an Buchten und Baien reiche Küste aufs sorgfältigste abgesucht. Aber alle Nachforschungen blieben vergeblich. Das einzige, was Henry dAlbaret bekannt wurde, war, daß vor etwa 4 Wochen mehrere Kauffahrer in diesen nämlichen Gewässern durch ein Schiff unter Piratenflagge überfallen, geplündert und in den Grund gebohrt worden seien, und daß als Kapitän dieses Schiffes der gefürchtete Sakratif genannt würde. Aber worauf diese letztere Behauptung fuße, vermochte niemand zusagen: so groß war die Ungewißheit, die über der Existenz dieser Persönlichkeit schwebte.

Die Korvette verließ Skyros nach einem Aufenthalt von 5–6 Tagen, näherte sich gegen Ende Mai der großen Insel Euböa, die auch Negroponte heißt, und suchte auch ihre Küsten von über 40 Meilen Länge mit aller Sorgfalt ab.

Euböa war bekanntlich eine der ersten Inseln, die mit in den Aufstand traten, und zwar schon 1821; aber die Türken behaupteten sich hartnäckig in den Citadellen von Negroponte und Karystos. Als sie durch Jussuf Pascha Verstärkung bekommen hatten, überschwemmten sie die ganze Insel mit Mord und Brand in ihrer gewohnten Weise, bis ihnen ein griechischer Führer, Diamantis, im September 1823 Einhalt tat. Nachdem es ihm gelungen war, die Türken in einen Hinterhalt zu locken, ließ er den größten Teil von ihnen über die Klinge springen und zwang die Flüchtigen, sich über die Meerenge nach Thessalien zu flüchten. Zuletzt gewannen aber die Türken durch ihre numerische Ueberlegenheit wieder die Oberhand und waren seit 1826 unumschränkte Herren der Insel, auch zur Zeit noch, als die »Syphanta« auf Höhe von Negroponte erschien. Von Bord aus konnte Henry dAlbaret diesen Schauplatz blutiger Kämpfe betrachten, an denen er persönlich beteiligt gewesen war.

Dieser Teil der Kreuzfahrt, während dessen es der »Syphanta« noch gelang, gegen 20 Korsarenschiffe, die sich bis zu den Cykladen herangewagt hatten, aufzubringen, nahm den ganzen Juni in Anspruch. Von da an hielt es aber ihr Kommandant für angezeigt, andern Kurs zu nehmen, und zwar direkt südwestlich. Am 2. Juli sichtete die »Syphanta« das vom Eliasberg beherrschte Zea, das Kos oder Keos des Altertums, ging dort im Hafen, einem besten dieser Gewässer, vor Anker und umschiffte am 5. Juli Kap Colonna an der Südostspitze von Attika. Bis zum 10. Juli hatte sie unter Windstillen zu leiden, machte zufolgedessen vom Eingange zum Golf von Aegina bis zum Isthmus von Korinth nur langsame Fahrt, beständig scharf aus dem Auslug, denn in diesen schlecht befahrenen Meeren bei solcher Windstille wäre es ein paar hundert Booten nicht schwer gefallen, sich an sie heran zu machen. Es ließen sich auch wiederholt Boote sehen, über deren Absichten der Kommandant nicht im Zweifel sein konnte; sie trauten sich aber doch nicht zu dicht an die Geschütze und Musketen der Korvette heran.

Am 10. Juli kam wieder etwas Wind aus Norden auf – ein nicht geringer Vorteil für die »Syphanta«, die nun, kurze Zeit in Sicht der kleinen Stadt Damala, schnell um Kap Skyli, die äußerste Spitze des Golfs von Nauplia, herum nach Hydra segelte, wo sie am 11. ankam, um hierauf am 13. vor Spezzia zu erscheinen. Ueber die bedeutende Rolle, welche die Hydrioten und Spezzioten im griechischen Unabhängigkeitskriege spielten, wird der Leser wohl durch die Geschichte unterrichtet sein. Sie traten, zusammen mit den Ipsarioten, mit über 300 Kauffahrteischiffen, die sie zu Kriegsschiffen wandelten, in den Krieg und kämpften nicht ohne Glück gegen die Türkenflotte. Hier stand die Wiege jener Geschlechter der Konduriotis, Tombasis, Miaulis, Orlandos, die mit Geld und Blut ihre Schuld dem Vaterlande zahlten. Von hier aus stachen jene schreckliche Brander in See, die den Türken die Hölle so furchtbar heiß machen sollten. Trotz der vielen Revolten im Innern wurden deshalb diese beiden Inseln auch niemals von einem Fuße der Bedrücker betreten. Jetzt war die Stunde nicht mehr fern, wo auch sie zu dem neuen Königreich geschlagen und mit den Kreisen Korinth und Argolis zwei Eparchieen bilden sollten.

Am 20. Juli ging die Korvette im Hafen von Harmopolis auf der Insel Syra vor Anker, der Heimat des von Homer so lieblich besungenen »Helden der Treue« Eumeos. Zur Zeit diente sie noch all denen als Zuflucht, die durch die Türken vom Festlande verjagt worden waren. In keinem Hafen Frankreichs hätte der junge Kommandant besser und herzlicher aufgenommen werden können, als hier in Syra, dessen katholischer Bischof unter Frankreichs Schutze stand und alles aufbot, der Mannschaft der »Syra« zu dienen.

Ein einziger Verdruß mischte sich in seine Freude über diesen Empfang: daß er nicht drei Tage früher hierher gekommen war! Aus einer Unterhaltung mit dem französischen Konsul erfuhr er nämlich, daß eine Sakolewa des Namens »Karysta« unter griechischer Flagge vor etwa 60 Stunden erst aus dem Hafen gesteuert sei. Hieraus mußte er schließen, daß sich die Sakolewa nach ihrer Flucht aus dem Hafen von Thasos während des Kampfes der Korvette mit den Korsaren, nach den südlichen Gestaden des Archipels begeben habe.

»Ueber das Ziel ihrer Fahrt ist nichts bekannt?« fragte Henry dAlbaret lebhaft.

»Soweit ich gehört habe,« antwortete der Konsul, »ist sie nach den südöstlichen Inseln gesegelt, wenn nicht nach einem Hafen von Kreta.«

»Verkehr mit ihrem Kapitän hatten Sie nicht?« fragte dAlbaret.

»Nein, Kommandant.«

»Ob der Kapitän Nikolas Starkos hieß, wissen Sie auch nicht?«

»Nein, Kommandant.«

»Daß die Sakolewa zur Piratenflottille gehört, die diesen Teil des Archivs unsicher macht, ließ nichts argwöhnen?« fragte dAlbaret.

»Nichts, Kommandant! aber wenn dem so gewesen sein sollte,« versetzte der Konsul, »so wäre es an sich nicht verwunderlich, wenn sie nach Kreta gesegelt wäre, denn dort stehen diesem Gesindel gewisse Häfen beständig offen.«

Diese Nachricht konnte nicht ermangeln, den Kommandanten der »Syphanta«, wie alles, was sich direkt oder indirekt auf das Verschwinden Hadschina Elisundos beziehen ließ, in lebhafte Erregung zu versetzen. Es war wirklich ein böser Zufall, der ihn erst drei Tage nach Ausfahrt der Sakolewa hierher kommen ließ. Aber vielleicht gelang es der Korvette, die ja dieselbe Richtung verfolgen sollte, der auf südlicher Fahrt begriffenen Sakolewa noch beizukommen! Henry dAlbaret, von einem glühenden Verlangen, Nikolas Starkos Auge in Auge gegenüber zu treten, beseelt, verließ Syra noch am nämlichen Abend, dem 21. Juli, nachdem sich eine Brise aufgenommen hatte, die, dem Barometer nach zu urteilen, sich rasch auffrischen mußte.

Vierzehn Tage lang suchte nun Henry dAlbaret, wie hier verzeichnet werden muß, die Sakolewa ebenso vergeblich wie die Korsaren. Ganz entschieden rangierte, seiner Meinung nach, die »Karysta« mit den Korsaren völlig gleich und verdiente keine andere Behandlung als sie. Aber alle Bemühungen blieben vergeblich: es ließ sich keine Spur von der Sakolewa finden.

Auf Naxos, dessen Häfen man sämtlich anfuhr, war die »Karysta« nicht vor Anker gegangen. Zwischen Eilanden um diese Insel her erfuhr man nichts Besseres. Ueberhaupt war hier, trotz dem bedeutenden Handel, der zwischen diesen reichen Cykladen getrieben wird, trotz der guten Aussicht auf Beute, die hier lockte, von Korsarenschiffen und Korsaren keine Spur vorhanden!

Ganz ebenso verhielt es sich auf Paros, das von Naxos bloß durch einen Kanal von 7 Meilen Breite geschieden wird. Nirgendswo, weder in Parkia, Naussa, Santa Maria, noch in Augula oder Diko war Nikolas Starkos angelaufen. Ganz entschieden hatte sich die Sakolewa, die der französische Konsul auf Syra vermutete, nach einem Küstenplatze von Kreta begeben.

Am 9. August ging die »Syphanta« im Hafen von Milo vor Anker. Bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts reich und gesegnet, seitdem durch vulkanische Erschütterungen in Armut gestürzt und verseucht durch schlimme Bodenausdünstung, war Milo ganz entschieden für räuberisches Gesindel kein verlockender Aufenthalt. Kein Wunder also, daß sich auch hier alle Nachforschungen umsonst erwiesen. Immerhin legte aber die gänzliche Abwesenheit in den Gewässern der Cykladen dieses dort sonst gewissermaßen zu den Stammgästen zählenden Korsarengesindels die Frage nahe, ob ihm die Heranfahrt der »Syphanta« nicht rechtzeitig signalisiert worden sei, daß es Zeit zur Flucht gefunden haben konnte. Im Norden des Archipels hatte ihnen ja die Korvette Schaden gerade genug zugefügt, daß die im Süden aufhältlichen ihr schließlich lieber ganz aus dem Wege gingen.

Darüber kam der 14. August heran. Bloß noch zwei Wochen blieben Frist für die Fahrt nach Scarpanto, wo die »Syphanta« in den ersten Septembertagen ankern sollte. Von der Cykladengruppe aus hatte sie in direkt südlicher Richtung nur noch 70–80 Meilen zu fahren. Dieser Meeresarm wird von der langen Küste von Kreta eingeschlossen. Schon zeigten sich über dem Horizont die höchsten, von ewigem Schnee bedeckten Bergspitzen der Insel.

Auf Kreta zu beschloß Kommandant dAlbaret seinen Kurs zu nehmen. In Sicht von Kreta gelangt, brauchte er bloß nach Osten zu drehen, um Scarpanto zu erreichen.

Am 15. August traten die Höhen dieser größten Insel des ganzen Archipels in malerischen Konturen auf klarem Horizont vom Kap Spada bis zum Kap Stavros scharf in Sicht. Noch verdeckte eine scharfe Ausbiegung der Küste die Bucht, in deren Hintergrunde sich Kandia, die Hauptstadt, erhebt.

»Sie denken, in einem der Inselhäfen vor Anker zu gehen, Kapitän?« fragte Kapitän Todros.

»Kreta ist noch immer in türkischen Händen,« erwiderte Henry dAlbaret; »ich glaube, wir haben dort nicht recht was zu suchen. Nach den mir in Syra gewordenen Mitteilungen haben sich Mustafas Truppen jetzt auch Retimos bemächtigt, sind also jetzt, trotz der Tapferkeit der Sphakioten, Herren der ganzen Insel ... aber die nordwestliche Küste umschiffen wir, denke ich, und kreuzen ein paar Tage auf der Höhe von Grabusa.«

Das war entschieden das richtigere; denn in den übelberufenen Gewässern von Grabusa konnte sich leicht für die »Syphanta«, die nun schon vier Wochen lang keinen Schuß mehr getan, Gelegenheit finden zu Renkontres mit den gesuchten Korsaren: unmöglich war es sogar keineswegs, daß die Sakolewa, wenn sie nach Kreta gesegelt war, in Grabusa vor Anker lag.

Grabusa war zur Zeit, da diese Erzählung spielt, tatsächlich noch das richtige Korsarennest. Vor etwa 7 Monaten war es Maurocordato mit einem Korps regulärer Truppen gelungen, diesen gefährlichen Schlupfwinkel zu säubern, aber erst, als ihm eine englisch-französische Flotte zu Hilfe geeilt war. Da sich damals die kretensischen Behörden direkt geweigert hatten, etwa ein Dutzend Korsaren auszuliefern, und erst durch die Beschießung der Citadelle, durch Verbrennung mehrerer Schiffe und Landung eines Korps durch die Engländer hierzu gezwungen worden waren, lag die Vermutung nahe, daß die Korsaren, seit das verbündete Geschwader Kreta verlassen hatte, die gastfreundlichen Häfen dort nach wie vor aufsuchten. Darum entschloß sich Henry dAlbaret, Scarpanto auf dem Seewege an der Südküste von Kreta entlang, der an Grabusa vorbeiführte, zu gewinnen.

Das Wetter war günstig. Zudem herrscht unter diesem glücklichen Klima der Winter nur vier Wochen: im Dezember setzt er ein und ist im Januar schon zu Ende. Fürwahr! eine glückliche Insel, dies Kreta, die Heimat des Königs Minos und des Luftschiffers Dädalos! Sandte doch auch Hippokrates seine vielen Kranken zur Genesung nach den Gefilden von Kreta!

Sechs volle Tage suchte Kommandant dAlbaret die ganze Westküste zwischen Grabusa und Kisamo ab. Verschiedene Schiffe, Feluken oder Schebecken, sämtlich Kauffahrer, fuhren aus dem Hafen. Die »Syphanta« hielt mehrere an und fühlte ihnen auf den Zahn, bekam aber keinerlei Veranlassung, die ihr gewordenen Auskünfte zu bemängeln oder Verdacht zu schöpfen. Auf die ihnen gestellten Fragen, ob Korsaren im Hafen lägen, gaben sie äußerst vorsichtige Auskunft. Es ließ sich merken, daß sie sich nicht in Gefahr setzen mochten. Nicht einmal soviel konnte Henry dAlbaret erfahren, ob sich die Sakolewa »Karysta« momentan im Hafen befand.

Die Korvette erweiterte nun ihren Beobachtungsrayon bis zum Kap Crio. Am 22. durchfuhr sie das Libysche Meer, sich möglichst dicht an der Küste haltend, was hier insofern leichter war als im kretensischen Meer gegenüber, weil das Land bei weitem nicht so zerrissen und mit Vorgebirgen bespickt war, wie Kreta. Nach Norden hin stieg nun die Kette des Asprovuna-Gebirges auf, die nach Osten zu von dem vielverherrlichten Ida überragt wird, dessen ewiger Schnee selbst der Sonne des Archipels zu trotzen vermag.

Ohne in einem der kleinen Küstenhäfen vor Anker zu gehen, hielt die Korvette doch wiederholt auf offener See, in Sicht von halber Meile von Rumeli, Anopoli und Sphakia; aber kein einziges Korsarenschiff konnten die Wachen an Bord in diesen Gewässern stellen.

Am 27. August umsegelte die »Syphanta« die große Bai von Messara, dann das Kap Matala, die südlichste Spitze von Kreta, dessen Breite an dieser Stelle kaum 10–12 Meilen beträgt. Die ganze Kreuzfahrt schien resultatlos verlaufen zu sollen. Tatsächlich passieren ja auch in dieser Breite nur wenig Schiffe das Libysche Meer, in der Regel fahren sie weiter nördlich durch den Archipel oder weiter südlich an den Küsten Aegyptens hin. Henry dAlbaret war schon entschlossen, direkt auf Scarpanto hin zu steuern, auf die Gefahr hin, dort früher einzutreffen als der geheimnisvolle Brief bestimmte: als am Abend des 29. Augusts seinen Plänen eine andere Richtung gegeben wurde.

Es war in der sechsten Abendstunde. Der Kommandant, der zweite Offizier und andere Herren vom Stabe standen, im Anblick des Kap Matala versunken, auf der Brücke. Da ertönte von der kleinen Bramstenge herüber aus dem Munde des Wachmannes der Ruf:

»Schiff auf Backbord in Sicht!«

Im Nu flogen die Fernrohre an die Augen, mit Richtung über Backbord hinaus. Ein paar Meilen vom Schiffe sahen sie den gemeldeten Punkt.

»Richtig,« sagte der Kommandant, »dicht am Lande segelt dort ein Schiff ...«

»Eins, das mit der Küste genau Bescheid wissen muß, sonst führe es so dicht nicht heran,« bemerkte Todros.

»Hat es seine Wimpel gehißt?«

»Nein, Kommandant,« versetzte einer der Offiziere.

»Fragt die Wachen, ob es sich feststellen läßt, welcher Nationalität das Schiff angehört!«

Der Befehl wurde im Nu ausgeführt. Gleich darauf kam die Antwort, daß weder an der Gaffel noch am Topp ein Wimpel flattere.

Indessen war es noch hell genug, um wenigstens festzustellen, welcher Gattung von Fahrzeugen das Schiff angehöre.

Es war eine Brigg, deren großer Mast auffällig achterwärts geneigt war. Außerordentlich lang, von sehr zierlicher Form, übermäßig hoch bemastet, mit breiten Raaen versehen, konnte es, soweit sich auf die vorhandene Distanz hin schätzen ließ, 7–800 Tonnen messen und mußte unter jedem Winde hohe Fahrt machen können. Aber war es armiert? Führte es Geschütze an Bord oder nicht? waren die Wände mit Stückpforten versehen oder nicht? Das festzustellen waren die besten Fernrohre nicht imstande.

Eine Distanz von reichlich vier Seemeilen trennte jetzt die Brigg noch von der Korvette. Zudem stand die Sonne dem Sinken nahe. Es begann zu dämmern, und drüben am Lande herrschte schon ziemlich starkes Dunkel.

»Seltsames Fahrzeug!« meinte Kapitän Todros.

»Sieht fast so aus, als suche es zwischen Platana-Insel und Küste zu passieren,« setzte ein Offizier hinzu.

»Ja! wie ein Schiff, dem es leid tut, daß es sich hat sehen lassen,« erwiderte Todros, »und sich nun verkriechen möchte.«

Henry dAlbaret äußerte sich nicht; augenscheinlich war er aber gleicher Meinung mit seinen Offizieren. Ihr Manöver in diesem Augenblick mußte die Brigg höchst verdächtig erscheinen lassen.

»Kapitän Todros,« sagte er endlich, »wir dürfen dem Schiff während der Nacht nicht aus dem Kiel kommen. Wir bleiben ihm scharf hinterher. Damit es uns nicht sieht, werden alle Lichter an Bord gelöscht.«

Die Befehle waren im Nu ausgeführt. Solange die Brigg unter dem hohen Lande, an dem sie hinfuhr, sichtbar war, wurde sie beobachtet, und kaum graute am andern Tage der Morgen, als Henry dAlbaret auf dem Vorsteven stand, lauernd, daß sich die Nebeldünste von der Meeresfläche hoben.

Gegen 7 Uhr zerteilte sich der Nebel. Alle Fernrohre flogen vor die Augen, in östlicher Richtung.

Die Brigg fuhr noch immer am Lande hin, jetzt etwa 6 Meilen vor der Korvette, auf der Höhe des Kaps Alikaporitha. Sie hatte also während der Nacht merklich an Vorsprung gewonnen und zwar, ohne daß sie ihr Segelzeug vermehrt hätte; denn sie fuhr noch immer nur unter ihrem Ober- und Unterbram-, Fock- und Gaffelsegel, während sie Großsegel und Klüver noch eingebunden führte.

»Sieht freilich nicht aus wie ein Schiff, das ausreißen möchte,« meinte der zweite Offizier.

»Gleichviel!« versetzte der Kommandant. »Versuchen wir, es näher vor die Augen zu bekommen! Direkt zuhalten auf das Schiff, Kapitän Todros!«

Die Pfeife ertönte, als Signal, die Obersegel zu setzen – die Korvette gewann merklich an Geschwindigkeit.

Aber jedenfalls lag der Brigg daran, an Fahrt nicht hinter der Korvette zu bleiben, denn sie setzte ihren Klüverjäger und ihr großes Stagsegel – sonst nichts! Indessen fuhr sie nach wie vor im Küstenwasser, und zwar so scharf wie irgend möglich am Lande.

Gegen 10 Uhr vormittags hatte die Korvette, ob nun besser vom Winde begünstigt oder weil das unbekannte Schiff ihr etwas Vorsprung gönnte, der Brigg etwa 4 Meilen abgewonnen.

Nun konnte man sich ein besseres Bild von ihr machen. Sie war mit etwa zwei Dutzend Karronaden bespickt und mußte, obwohl sie haarscharf über Wasser fuhr, ein Zwischendeck haben.

»Die Flagge gehißt!« kommandierte Henry dAlbaret.

An der Gaffel ging die Flagge hoch und wurde mit einem Kanonenschlag begleitet. Das hieß: die Korvette wollte Klarheit über die Nationalität des Schiffs in Sicht erlangen. Keine Antwort erfolgte aber auf dies Signal. Die Brigg änderte weder Kurs noch Tempo und drehte um eine Quart bei, um die Bai von Keraton zu umschiffen.

»Nicht eben höflich, der Patron!« meinten die Matrosen.

»Vielleicht aber klug,« antwortete ein alter Bootsmann, der am Besanmast lehnte; »Sieht mit seinem gekippten Mast ganz aus wie einer, dem der Hut schief auf dem Kopfe sitzt und der keine Lust hat, sich den Rand durchs Grüßen zu verschandeln!«

Ein zweiter Kanonenschlag fuhr aus der Jagdluke der Korvette – wieder umsonst! Die Brigg zeigte kein Wimpel, keine Flagge, sondern fuhr gelassen ihren Kurs, ohne sich im geringsten um die Aufforderungen der Korvette zu scheren.

Nun kam es zwischen den beiden Schiffen zu einem echten Rennen. Alles was an Segelzeug da war, hing über dem Deck der »Syphanta«; aber auch die Brigg setzte, was sie noch setzen konnte, und hielt unverrückbar Distanz.

»Der Racker hat den Teufel oder ein Teufelswerk im Leibe!« rief der alte Bootsmann am Besanmast.

Wenn die Wahrheit gesagt werden soll, so fing an Bord der Korvette die Stimmung wild zu werden an, nicht bloß bei der Mannschaft, sondern auch bei den Offizieren und nicht am wenigsten von allen bei dem vor Ungeduld tatsächlich vergehenden Todros. Mord und Brand! seinen Prisenteil hätte er geopfert, wenn er die Brigg hätte anrennen können, mochte sie sonst wem angehören!

Die »Syphanta« war am Vorderschiff mit einem Geschütz armiert, das eine bedeutende Tragweite hatte und eine Vollkugel von 30 Pfund wohl auf 2 Seemeilen schleudern konnte.

Kommandant dAlbaret, ruhig, wenigstens dem Anschein nach, gab Befehl zum Feuern.

Der Schuß krachte. Aber die Kugel schlug, nachdem sie rikoschettiert hatte, etwa 20 Fadenlängen von der Brigg ins Wasser.

Statt aller Antwort setzte die Brigg ihre obern Bonnetten und hatte bald die Distanz, die sie von der Korvette schied, erhöht.

Sollte die Korvette auf die Beute verzichten? sollte sie noch mehr Segel setzen? von neuem feuern? Für ein so flinkes Schiff wie die »Syphanta« war der Fall höchst deprimierend!

Darüber sank die Nacht hernieder. Die Korvette segelte etwa in Höhe von Peristera. Die Brise frischte merklich auf, daß es notwendig wurde, die Bonnetten wieder einzuholen und ein bescheidenes Segelzeug für die Nacht aufzumachen.

Der Kommandant war der Meinung, daß man am kommenden Tage von dem Schiffe wohl kaum noch etwas sehen würde, nicht mal die Mastspitzen mehr, die ihm vielleicht der Horizont im Osten, vielleicht ein Küstenvorsprung verdecken würde.

Er irrte sich.

Bei Sonnenaufgang war die Brigg noch immer in Sicht, noch immer in Fahrt, noch immer in der gleichen Distanz. Es war fast, als wenn sie ihr Tempo nach dem der Korvette einrichtete.

»Hätt uns der Satan von Brigg im Schlepptau,« hieß es auf dem Vorderschiff, »so wär die Geschichte um kein Haar anders!«

Ein wahres Wort – ohne Widerrede!

Da bog die Brigg, die in den Kanal zwischen der Insel Kufonisi und dem Festlande eingefahren war, um die Spitze von Kakialithi, um an der östlichen Küste von Kreta herauszufahren.

Wollte sie Zuflucht in einem Hafen suchen? oder in der Tiefe eines der schmalen Kanäle der Küste verschwinden?

Keins von beiden!

Um 7 Uhr morgens herum schwenkte die Brigg in nordöstlicher Richtung ab und segelte frank und frei ins offene Meer hinaus.

»Sollte sie nach Scarpanto steuern?« fragte sich, nicht ohne Verwunderung, Henry dAlbaret ... und unter einer Brise, die steifer und steifer wurde, setzte er, unter Gefahr, einen Teil seines Mastwerkes glatt am Deck zu brechen, diese Jagd ohne Ende fort, deren Aufgabe ihm das Interesse seiner Mission nicht minder als die Ehre seines Schiffs verbot.

Dort, in jenem nach allen Windrichtungen offen liegenden Teile des Archipels, mitten in dem großen, nicht mehr von den hohen Bergen Kretas beengten Meere schien es im Anfang, als wenn die »Syphanta« der Brigg wieder Vorsprung abgewinnen wollte. Gegen 1 Uhr nachmittags war die Entfernung zwischen den beiden Schiffen auf drei Meilen verringert. Noch ein paar Kugeln wurden zur »Karysta« hinüber gejagt; sie konnten aber nicht bis zum Ziele gelangen und bewirkten in der Fahrt der Brigg keine Veränderung.

Schon erschienen die Gipfel von Scarpanto hinter dem Eilande Caso, das an der Spitze der Insel hängt wie Sizilien an der von Italien, am Horizont.

Der Kommandant dAlbaret konnte nun, und seine Offiziere und Mannschaft mit ihm, hoffen, daß sie endlich mit diesem geheimnisvollen Schiffe, das unhöflich genug war, weder auf Signale noch auf Kanonenschlage zu antworten, Bekanntschaft machen würden.

Aber gegen 5 Uhr, als die Brise wieder abgeflaut hatte, gewann die Brigg wieder Vorsprung.

»Ha! der Schweinekerl! ... dem steht der Satan in Person bei! ... der Hund entwischt uns noch!« schrie Kapitän Todros.

Alles, was ein erfahrener Seemann zu tun vermag, um die Fahrgeschwindigkeit seines Schiffes zu erhöhen, geschah nun auf der Korvette: die Segel wurden mit Wasser begossen, um das Gewebe zu steifen, die Hängematten wurden gespannt, um dem Winde noch etwas Fläche zu schaffen, kurz: nichts unversucht gelassen – auch nicht ohne allen Erfolg, denn gegen 7 Uhr, kurz nach Sonnenuntergang, trennten höchstens zwei Meilen noch die beiden Schiffe.

Aber unter diesem Breitengrade bricht die Nacht schnell herein. Die Dämmerung ist von kurzer Dauer. Wollte die Korvette die Brigg noch vor Nacht erreichen, so mußte sie ihre Geschwindigkeit noch immer verstärken.

Da fuhr die Brigg zwischen die Eilande Caso-Pulo und die Insel Casos ein. Bei der Biegung, die diese letztere macht, im Grunde der schmalen Enge, die sie von Scarpanto trennt, fing sie an, außer Sicht zu kommen.

Eine halbe Stunde hinter ihr her kam die »Syphanta« an dieselbe Enge, immer weit genug vom Strande ab, um guten Segelwind zu behalten. Noch war es hell genug, um ein Schiff von solcher Größe auf mehrere Meilen im Umkreise zu erkennen.

Aber – die Brigg war verschwunden.

< Zehntes Kapitel.
Zwölftes Kapitel. >



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