Frei Lesen: Fünf Wochen im Ballon

Kostenlose Bücher und freie Werke

Kapitelübersicht

Erstes Capitel | Zweites Capitel | Drittes Capitel | Viertes Capitel | Fünftes Capitel | Sechstes Capitel | Siebentes Capitel | Achtes Capitel | Neuntes Capitel | Zehntes Capitel | Elftes Capitel | Zwölftes Capitel | Dreizehntes Capitel | Vierzehntes Capitel | Fünfzehntes Capitel | Sechzehntes Capitel | Siebenzehntes Capitel | Achtzehntes Capitel | Neunzehntes Capitel | Zwanzigstes Capitel | Einundzwanzigstes Capitel | Zweiundzwanzigstes Capitel | Dreiundzwanzigstes Capitel | Vierundzwanzigstes Capitel | Fünfundzwanzigstes Capitel | Sechsundzwanzigstes Capitel | Siebenundzwanzigstes Capitel | Achtundzwanzigstes Capitel | Neunundzwanzigstes Capitel | Dreißigstes Capitel | Einunddreißigstes Capitel | Zweiunddreißigstes Capitel | Dreiunddreißigstes Capitel | Vierunddreißigstes Capitel | Fünfunddreißigstes Capitel | Sechsunddreißigstes Capitel | Siebenunddreißigstes Capitel | Achtunddreißigstes Capitel | Neununddreißigstes Capitel | Vierzigstes Capitel | Einundvierzigstes Capitel | Zweiundvierzigstes Capitel | Dreiundvierzigstes Capitel | Vierundvierzigstes Capitel |

Weitere Werke von Jules Verne

Das Dampfhaus - 1.Band | Die großen Seefahrer des 18. Jahrhunderts - Erster Band | Der Chancellor | Martin Paz | Abenteuer des Kapitän Hatteras |

Alle Werke von Jules Verne
Diese Seite bookmarken bei ...
del.icio.us Digg Furl Blinklist Technorati Yahoo My Web Google Bookmarks Spurl Mr.Wong Yigg


Dieses Werk (Fünf Wochen im Ballon) ausdrucken 'Fünf Wochen im Ballon' als PDF herunterladen

Jules Verne

Fünf Wochen im Ballon

Zweiundzwanzigstes Capitel

eingestellt: 15.8.2007



Fergusion warf seinen intensiven Lichtstrahl nach verschiedenen Punkten der Umgebung und ließ ihn auf einer Stelle spielen, von der aus ein Schrei des Entsetzens ertönte. Seine beiden Begleiter schauten mit Anstrengung all ihrer Sehnerven dorthin.

Der Baobab, über welchem der Victoria fast unbeweglich schwebte, stand im Mittelpunkt einer Lichtung, inmitten von Sesam- und Zuckerrohrfeldern. Man unterschied etwa fünfzig niedrige, kegelförmige Hütten, um welche zahlreiche schwarze Individuen hin und her wogten.

Hundert Fuß unter dem Ballon war ein Pfahl aufgerichtet, an dessen Fuß ein menschliches Wesen lag; es war ein noch junger Mann von höchstens dreißig Jahren mit langem, schwarzem Haar, halb entkleidet, abgezehrt, blutüberströmt, mit Wunden bedeckt und das Haupt auf die Brust geneigt wie Christus am Kreuze.

Eine helle runde Stelle auf seinem Kopfe deutete eine halbverwachsene Tonsur an.

»Es ist ein Missionar, ein Geistlicher! rief Joe aus.

– Der arme Unglückliche! sagte der Jäger.

– Wir retten ihn, Dick, wir retten ihn!« sprach der Doctor.

Als die Negermenge den Ballon gleich einem ungeheuren Kometen mit glänzendem Lichtschweif bemerkte, wurde sie von einem leicht erklärlichen Entsetzen ergriffen. Bei ihrem Geschrei erhob der Gefangene den Kopf, seine Augen leuchteten auf in rascher Hoffnung, und ohne noch recht zu begreifen, was vorging, streckte er seinen unverhofften Rettern beide Hände entgegen.

»Er lebt, er lebt! rief Fergusson! Gott sei gelobt! Diese Wilden sind von einem großartigen Schrecken ergriffen. Wir werden ihn retten; ihr seid bereit, meine Freunde?

– Wir sind bereit, Samuel.

– Joe, lösche das Knallgasgebläse aus.«

Der Befehl des Doctors wurde ausgeführt; eine kaum merkliche Brise trieb den Victoria langsam über den Gefangenen, während er sich zugleich durch die Zusammenziehung des Gases allmälig herabsenkte. Zehn Minuten später schwebte er inmitten der Lichtwogen. Fergusson strahlte über die Menge sein blendendes Leuchten aus, das hier und dort schnelle, intensive Lichtflecken gleichsam aus der tiefen Dunkelheit herausschnitt. Das Volk, von einer unbeschreiblichen Furcht beherrscht, verschwand in seinen Hütten, und in der Umgebung des Pfahles wurde es leer und einsam. Der Doctor hatte mit gutem Grunde auf die phantastische Erscheinung des Victoria und auf die Sonnenstrahlen, welche er in diese schwarze Dunkelheit warf, gerechnet.

Die Gondel näherte sich dem Boden. Unterdessen kehrten die Kühnsten der Neger, da sie begriffen, daß ihr Opfer ihnen entrissen werden sollte, mit großem Geschrei zurück; Kennedy ergriff seine Flinte, der Doctor befahl ihm, nicht zu schießen.

Der Priester lag auf den Knieen; er hatte nicht mehr die Kraft, sich aufrecht zu halten, und war nicht einmal an diesen Pfahl gebunden, denn seine Schwäche machte alle Fesseln überflüssig. Als die Gondel dem Boden nahe kam, warf der Jäger seine Waffe fort, umfaßte den Gefangenen und legte ihn in der Gondel nieder, genau in dem Augenblicke, in welchem Joe die zweihundert Pfund Ballast jählings herabstürzte.

Der Doctor erwartete, nun mit einer außerordentlichen Schnelligkeit emporzusteigen, aber wider alle seine Voraussicht blieb der Ballon, nachdem er sich drei bis vier Fuß über den Boden erhoben hatte, unbeweglich.

»Was hält uns zurück?« rief Fergusson erschreckt.

Einige Wilde eilten herbei, indem sie ein wüthendes Geschrei ausstießen.

»O, rief Joe, der sich über den Rand der Gondel gebogen hatte, einer dieser verdammten schwarzen Kerle hat sich unten angehängt.

– Dick! Dick! rief der Doctor, die Wasserkiste!«

Dick begriff sofort, was der Freund beabsichtigte, und stürzte eine der Wasserkisten, die ein Gewicht von über hundert Pfund hatte, über Bord.

Der Victoria, plötzlich entlastet, schnellte dreihundert Fuß in die Lüfte empor.

»Hurrah!« riefen die beiden Gefährten des Doctors.

Plötzlich schoß der Ballon von Neuem um über tausend Fuß in die Höhe.

»Was giebts denn? fragte Kennedy, der beinahe das Gleichgewicht verloren hatte.

– Nichts, der Lumpenkerl hat nur die Gondel losgelassen,« antwortete ruhig Samuel Fergusson.

Und Joe konnte, als er sich rasch hinüber neigte, noch den Wilden bemerken, der mit ausgebreiteten Armen in der Luft wirbelte und gleich darauf an der Erde zerschellte. Der Doctor entfernte nun die beiden elektrischen Drähte, und Alles fiel in sein früheres Dunkel zurück. Es war ein Uhr Morgens.

Der Franzose erwachte endlich aus seiner Ohnmacht und schlug die Augen auf.

»Sie sind gerettet, sprach der Doctor zu ihm.

– Gerettet? antwortete er auf englisch mit traurigem Lächeln, von einem martervollen Tode gerettet! ich danke euch, meine Brüder. Aber meine Tage, ja meine Stunden sogar sind gezählt, und ich habe nicht mehr viel Zeit zu leben!«

Und der Missionar fiel erschöpft in seine Ohnmacht zurück.

Er stirbt, rief Dick.

– Nein, nein, entgegnete Fergusson, sich über den Kranken neigend, aber er ist sehr schwach; wir wollen ihn unter dem Zelte betten.«

Sie richteten ein Lager von ihren Decken her, und legten den armen, blutenden Körper darauf; an mehr als zwanzig Stellen hatten Feuer und Eisen ihre grausamen Spuren an ihm zurückgelassen. Der Doctor zupfte aus einem Taschentuch Charpie, die er auf die Wunden legte, nachdem er dieselben zuvor ausgewaschen hatte; er benahm sich bei diesen Hilfsleistungen mit der Geschicklichkeit eines Arztes. Dann holte er eine herzstärkende Arznei aus seiner Apotheke und goß dem Priester einige Tropfen auf die Lippen, die dieser schwach aufeinander gepreßt hielt.

»Danke, danke,« hauchte er mit schwacher Stimme.

Fergusson sah ein, daß man ihm jetzt vollkommene Ruhe lassen müsse; er zog die Vorhänge des Zeltes zusammen und übernahm wieder das Steuer des Ballons.

Dieser war um eine Last von hundertundachtzig Pfund leichter geworden, und hielt sich in Folge dessen ohne Hilfe des Knallgasgebläses in der Luft; beim ersten Tagesstrahl trieb ihn eine sanfte Strömung nach West-Nordwesten. Fergusson betrachtete einige Augenblicke nachdenklich den im soporösen Schlafe daliegenden Priester.

»Könnten mir doch diesen Begleiter, den der Himmel uns geschickt hat, erhalten! sagte der Jäger. Hast Du Hoffnung?

– Ja, Dick! bei der gehörigen Pflege und in dieser so reinen Luft ist es vielleicht möglich.

– Wie muß dieser Mann gelitten haben! sagte Joe bewegt; er hat Kühneres als wir gethan, indem er sich allein unter diese wilden Horden begab.

– Daran ist kein Zweifel,« stimmte der Jäger bei.

Der Doctor ordnete an, daß der Schlaf des Unglücklichen den ganzen Tag über nicht gestört werden sollte; es war ein lethargisches Hindämmern, das ab und zu von einem dumpfen Stöhnen unterbrochen wurde. Fergusson konnte sich ängstlicher Besorgnisse nicht erwehren.

Gegen Abend blieb der Victoria in der Dunkelheit auf einem Fleck stehen, und Joe und Kennedy lösten sich bei dem Kranken ab, während Fergusson für die Sicherheit Aller wachte.

Am andern Morgen war der Victoria kaum ein wenig in der Richtung nach Westen vorgegangen; es schien ein klarer, herrlicher Tag werden zu wollen. Der Missionar rief seine neuen Freunde mit etwas stärkerer Stimme heran. Man zog die Vorhänge des Zeltes zurück, und er athmete mit Behagen die frische Morgenluft ein.

»Wie befinden Sie sich? fragte Fergusson.

– Vielleicht besser, antwortete er; aber euch, meine Freunde, habe ich bis jetzt erst im Traume gesehen! Kaum kann ich mir von dem, was vorgegangen, Rechenschaft ablegen! Wer seid ihr, damit ich eurer in meinem letzten Gebet gedenken kann?

– Wir sind englische Reisende, antwortete Samuel; wir haben den Versuch gemacht, Afrika im Ballon zu bereisen, und während unserer Fahrt das Glück gehabt, Sie zu retten.

– Die Wissenschaft hat ihre Helden, sagte der Missionar.

– Aber die Religion ihre Märtyrer, versetzte der Schotte.

– Sie sind Missionar? fragte der Doctor.

– Ich bin ein Missionsprediger der Lazaristen. Gott hat euch mir gesandt, er sei dafür gepriesen! das Opfer meines Lebens war gebracht! – Aber ihr kommt von dem heimatlichen Erdtheil, erzählt mir, bitte, von Europa, von Frankreich! ich bin seit fünf Jahren ohne jede Nachricht.

– Fünf Jahre sind Sie allein unter diesen Wilden gewesen? rief Kennedy.

– Es sind heilsbedürftige Seelen, sagte der junge Priester, Barbaren und unwissende Mitbrüder, welche die Religion allein zu unterrichten und zu civilisiren vermag.«

Samuel Fergusson erzählte lange, um dem Wunsche des Missionars zu entsprechen, von Frankreich.

Dieser hörte ihm begierig zu, und Thränen entströmten seinen Augen. Der arme junge Mann nahm abwechselnd Kennedys und Joes Hände in die seinigen, die von Fieberhitze brannten; der Doctor bereitete ihm einige Tassen Thee, die er mit sichtlichem Wohlbehagen trank; er hatte jetzt so viel Kraft, sich ein wenig aufzurichten und zu lächeln, als er sich in diese so reine Himmelsluft emporgetragen sah.

»Ihr seid kühne Reisende, sagte er, und euer gewagtes Unternehmen wird euch gelingen; ihr werdet eure Verwandten, eure Freunde, euer Vaterland wiedersehen! ...«

Die Schwäche des jungen Missionars wurde wieder so groß, daß er sich von Neuem niederlegen mußte; Fergusson hielt ihn einige Stunden wie todt in den Armen. Er konnte seine Rührung nicht beherrschen, als er fühlte, wie dies Leben entrann; sollten sie so schnell ihn, den sie der Todesstrafe entrissen hatten wieder verlieren? Er verband abermals die entsetzlichen Wunden des Märtyrers und mußte den größten Theil seines Wasservorraths opfern, um die armen, fieberheißen Glieder zu erfrischen. Er widmete dem Kranken die zärtlichste, einsichtsvollste Pflege, und unter seinen Händen kam derselbe allmälig wieder zu sich und gewann die Besinnung, wenn nicht das Leben wieder.

Aus den abgebrochenen Worten des Geistlichen entnahm der Doctor seine Geschichte.

»Sprechen Sie in Ihrer Muttersprache, hatte er zu ihm gesagt, ich verstehe sie, und es wird weniger angreifend für Sie sein.«

Der Missionar war ein armer junger Mann aus Aradon, einem Dorfe in der Bretagne im Departement Morbihan; seine Neigung zog ihn schon früh zum kirchlichen Beruf. Mit einem Leben der Entsagung wollte er noch das Leben der Gefahr verbinden, und trat in den Orden der Missionspriester ein, dessen ruhmreicher Stifter Vincenz de Paula war; im Alter von zwanzig Jahren verließ er sein Vaterland, um es mit den ungastlichen Küsten Afrikas zu vertauschen, und von dort rückte er, alle Hindernisse überwindend, den Entbehrungen Trotz bietend, wandernd und betend allmälig bis zu jenen Völkerschaften vor, die an den Zuflüssen des obern Nil wohnen; zwei Jahre lang wurde seine Religion zurückgewiesen, sein Eifer verkannt, seine christliche Liebe mißdeutet; er wurde als Gefangener bei einem der grausamsten Völkerstämme Nyambarras zurückgehalten und tausend Mißhandlungen preisgegeben, aber nie ermüdete er zu lehren, zu unterweisen und zu beten. Dieser Volksstamm wurde in einem der in diesen Gegenden so häufigen Kämpfe auseinandergesprengt und zerstreut, und er selber als todt zurückgelassen. Aber anstatt jetzt dahin zurückzukehren, woher er gekommen, setzte er seine evangelische Pilgerfahrt fort. Seine friedlichste Zeit war die gewesen, in der man ihn für einen Narren hielt; er hatte sich mit den Mundarten dieser Landstriche vertraut gemacht und katechisirte fortwährend. So durchstreifte er noch zwei lange Jahre diese barbarischen Gegenden, von jener übermenschlichen Kraft getrieben, die nur Gott verleihen kann. Seit einem Jahre etwa verweilte er unter dem »Barafri« genannten Stamme der Nyam-Nyam, einer der wildesten Völkerschaften Afrikas. Der Häuptling war vor einigen Tagen gestorben, und da man dem Missionar die Schuld an diesem unerwarteten Tode beimaß, beschloß man, ihn zu opfern. Seine Marter hatte schon vierzig Stunden lang gewährt; er sollte, wie der Doctor vermuthet hatte, um die nächste Mittagsstunde sterben.

Als er das Krachen der Feuerwaffen hörte, riß ihn die Liebe zum Leben fort: »Zu Hilfe! zu Hilfe!« rief er, und glaubte geträumt zu haben, als eine vom Himmel kommende Stimme ihm Worte des Trostes sandte.

»Ich bedaure nicht mein dahinschwindendes Leben, fügte er hinzu; es ist Gottes Eigenthum!

– Hoffen Sie noch, tröstete der Doctor, wir sind bei Ihnen und werden Sie vom Tode erretten, wie wir Sie der Marter entrissen haben.

– Ich bitte den Himmel nicht darum, entgegnete der Priester ergebungsvoll; gesegnet sei Gott, der mir vor meinem Tode das Glück gewährt hat, noch einmal die Sprache meines Vaterlandes zu hören und Freundeshände zu drücken.«

Der Missionar wurde wieder von seiner Schwäche übermannt. So verging der Tag zwischen Hoffnung und Furcht; Kennedy war sehr bewegt, und auch Joe trocknete sich wiederholt die Augen.

Der Victoria trieb nur langsam vorwärts; der Wind schien seine kostbare Last schonen zu wollen.

Gegen Abend signalisirte Joe einen ungeheuren Lichtschein im Westen. Unter einer höhern Breite hätte man dies Phänomen für ein großes Nordlicht halten können, der Himmel schien in Flammen zu stehen. Der Doctor untersuchte diese Naturerscheinung mit äußerster Aufmerksamkeit.

»Es kann nur ein feuerspeiender Berg in Thätigkeit sein, sagte er.

– Aber der Wind trägt uns dorthin, versetzte Kennedy.

– Nun, so werden wir in einer beruhigenden Höhe darüber hinwegsegeln.«

Drei Stunden später befand sich der Ballon über den Bergen, unter der genauen Lage von 24° 15 L. und 4° 42 Br.; vor ihm ergoß ein entzündeter Krater Ströme flüssiger Lava und schleuderte glühende Felsstücke hoch empor; in blendenden Cascaden stürzten sich Bäche fließenden Feuers herab.

Ein prächtiges, aber zugleich gefährliches Schauspiel, denn der Wind trug in beständiger Richtung den Ballon nach dieser in Feuersbrunst stehenden Atmosphäre hin.

Da der Vulkan ein Hinderniß war, das man nicht umgehen konnte, so mußte man es übersteigen. Das Knallgasgebläse wirkte mit voller Flamme, und der Victoria gelangte in eine Höhe von sechstausend Fuß, indem er zwischen sich und dem Vulkan einen Raum von über dreihundert Toisen ließ.

Der sterbende Priester betrachtete von seinem Schmerzenslager aus den feurigen Krater, von dem unter Donnerkrachen tausend blendendrothe Flammengarben emporstoben.

»Wie schön ist das, sagte er, und wie unendlich groß ist Gottes Macht sogar in den furchtbarsten Naturerscheinungen!«

Der Lavastrom umzog die Seiten des Berges wie mit einem Flammenteppich; die untere Halbkugel des Ballons warf den Feuerschein durch das Dunkel der einbrechenden Nacht in hellem Glanze zurück; eine fast sengende Gluth stieg bis zur Gondel empor, und Doctor Fergusson that, was in seinen Kräften stand, dieser gefährlichen Lage zu entfliehen.

Gegen zehn Uhr Abends war der Berg nur noch als rother Punkt am Horizont sichtbar, und der Victoria setzte ruhig seine Reise in einer minder hohen Zone fort.

< Einundzwanzigstes Capitel
Dreiundzwanzigstes Capitel >



Die Inhalte dieser Seite sind Eigentum der Öffentlichkeit.
Sollten trotzdem Urheberrechte entgegen unserem Wissen verletzt worden sein, bitten wir Sie mit uns Kontakt aufzunehmen.